| Bericht der dritten Runde |
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Die ultimative Herausforderung für das HirnDer Triathlon ist die härteste Prüfung für den Körper. Kaum ist eine Aufgabe unter schier unmenschlichen Belastungen vollbracht, da beginnt die nächste, ebenso fordernde Aufgabe an den verbleibenden Resten der Kräfte brutal zu nagen. Eine der größtmöglichen Folterungen für Hirn und Geist sind Doppelrunden im klassischen Schach. Diese zwei Mal sechs Stunden mögliche Spielzeit standen heute auf dem Programm beim 2. Pfalz Open. Die heutige zweite und insgesamt dritte Runde des Turniers war so eine ultimative Herausforderung für das Hirn.
Heute traf Encke auf den Neckargemünder Volker Jacob. Jacob ist titellos, aber ein wahres ELO-Schwergewicht unter den Amateuren und fast zweihundert Plätze vor Encke auf der Setzliste platziert. Ein unmöglichen Unterfangen auf einen Punkt zu bauen? Nicht in der Extremsportart Doppelrunde. „Ich lag einen ganzen Läufer zurück,“ berichtet Encke. „Wir hatten noch einige Züge zu spielen, aber nur noch vielleicht 40 Sekunden auf der Uhr und mussten blitzen. Im 41. Zug, dann als die Zeitnot vorüber war, fand mein Gegner nach langer Überlegung den einzigen Zug, der nicht zum Sieg führt, sondern mir ein Dauerschach erlaubt.“ Remis. Auch die junge Judith Fuchs profitiert. Sie spielt Remis gegen IM Peter Vavrak. Der Oberwinder FIDE-Meister Emmanuel Reinhart kann Großmeister Aloyzas Kveinys schlagen. Graf (Bild oben), Baklan, Mamedov, Buhmann sind weitere Großmeister, die nun ihre bisherige Stärke in dieser Runde nun nicht zeigen und gegen nominell schwächere Gegner zumindest einen halben Punkt verlieren. Auch die neunjährige Paula Wiesner kann das Tempo nicht mitgehen und verliert.
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